Gaza / Chronik der DingeT

Material / ergänzende Information zum Antrag

Projekt-Tagebuch-Notizen:

EINE KLEINE LOST-AND-FOUND-GESCHICHTE AUS GAZA, [the-calculator] die mich auf die Recherche-Idee brachte, Geschichten über Dinge könnten eine Möglichkeit sein, den Alltag des Krieges begreifbar zu machen. jenseits des “Bigger Pictures”, das einem aus der Tagesschau entgegen-schlägt. die Form der Geschichte habe ich nicht für das Recherche-Projekt aufgeschrieben sie stammt aus einem Manusktipt über Gaza. Im Rahmen der Recherche soll die SToffsammlung möglichst im Wortlaut der Erzähler*innen bleiben und dokumentiert werden. “Adaptiert” werden kann das Erzählte aber in Improvisionen, Tests.

Tagebuch,

Berlin, 21. Mai, 2026

Was sahen die Kinder bei Jamals “Zelt-Kino”?

Berlin 20. Mai 2026

Rami hat ein neunes Zelt bekommen, made in Germany. es sei stabiler als das alte. es sieht so gut aus, dass sich wieder ninhct vermitteln läßt, dass das kein Urlaub an der Ostsee ist. R. sagte, er habe auf gehört zu schreiben. er wüsste nicht mehr wozu. produzierte stattdessen AI generierten videoclip der ihn (gänzlich künstlich) mit Ränen in den Augen zeigte und sehr dünn. jetzt weiß ich nicht ob er sich schlanker gemacht hat, oder ihn der Krieg und die “Nachkriegszeit” ausgemergelt hat. er dachte der Clip könne sein Leid besser vermitteln als das was er früher immer schrieb über seine Umgebung, die DInge. fragte ihn was der nächste Gegenstand sei, den er sähe wenn er scih nach links drehte. er schrieb. “The remnants of jeans used by Kajibob were hung up.” ich antwortete, dass ich kein einzoges Wort verstanden hätte.

er hatte seine Jeans “geschlachtet”, um die DInge, die sonst verloren gehen, auf der Strecke bleiben in den Taschen aufzubewahren. wirkt wie ein cooles extravagantes Design. ein Aufbewahrungsort für Dinge, in Ermangelung eines Hauses und Möbel. Seine Sachen, egal wie wenige es sind, egal wie wichtig sie sind, entgleiten so leicht, sind unauffindbar in großen Kisten, verstecken sich in den Ritzen. verschwinden im Sand. ich erinnerte mich an eine Tasche die ich in der Schulzeit hatte, ebenfalls ein Teil einer alten Jeans, zugenäht. mit reißverschluß. es war so “off Trend” und doch hipp. ein Mode-Statement… hier ist es Chaosbewältigung.

ein zu früher Workshop-Versuch während des Krieges. ein 11jähriges Madchen, das 2025 die DInge, die ihr fehlten im Krieg einfach zu zeichnen begann, inspirierte uns zu diesem Projekt, das im kleinen funktionierte während eines Waffenstillstands, jedoch dann ins stocken kam.

Das Bisherigen Format unserer Zusammenarbeit war auf der Bühne immer gemeinsam darauf zu stehen. eine realistische Zwischenphase könnte sein, dass wir Geschichten und BIldausschnitte nach Gaza schicken die Jamal für sich “anprobiert” und wir uns in seinen Bildausschnitt begeben und Objekte aus Gaza untersuchen. –

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Das Bisherigen Format unserer Zusammenarbeit war auf der Bühne immer gemeinsam darauf zu stehen. eine realistische Zwischenphase könnte aber sein, dass wir Geschichten und BIldausschnitte nach Gaza schicken die Jamal für sich “anprobiert” und wir uns in seinen Bildausschnitt begeben und Objekte aus Gaza untersuchen.

GESCHICHTEN SAMMELN

während unserer bisherigen Theaterarbeit haben wir immer Projekttagebuch geführt. oft haben so auch Dinge, die unsere Arbeit prägten den Weg in die Dokumentation gefinden. hier die von HKF und Rosa Luxemburg Stiftung geförderte Dokumentation zu HEMINGWAY. GAZA. BIG FISH.

http://film-riss-theater.de/wp-content/uploads/2026/03/17.2.20layout_a4_compressed_pagenumber_compressed-1.pdf

in unserer aktuellen Recherche wollen wir konkret Menschen in Gaza und in Deutschland motivieren, Geschichten zu twilwn, die von verlorenen, wiedergefundenen, und schmerzlich vermissten Dingen handeln. Kontakt: sachs-film@web.de

Die folgenden zwei geschichten von Miriam Sachs entstanden nicht im Rahmen der aktuellen Recherche, sondern aus einem Buchprojekt über die Arbeit in Gaza,

The “Calculator” und “Die zerbrochene Brille” zeigen jedoch genau, warum Gegenstände wichtig sind und unerläßlich im Prozess des Begreifens und der Annäherung.

in der Geschichte “Die zerbrochene Brille” geht es um die Brille unseres Technikers und Mitspielers in Gaza, Deeb Elqumssan, die sowohl bei der Entstehung unseres Objekttheaterformats eine Rolle spielte, als auch eine Metapher wurde für den Verlust der Durchblickes und die Fähigkeit mit anderen Augen zu sehen im Krieg.

THEMA GELD

wir beantragen beim Berliner Senat ein Fördermittel um unsere Rechere zu konkretisieren: Wie können die fehlenden Dinge, die Objekte die bisher das Zusammenspiel Spiel ermöglilchten, selbst zum Subjekt werden. und welche technischen Möglichkeiten haben wir in Berlin / in Gaza um dies gemeinsam zu tun?

Miriam Sache beantragte die Höchstsumme, nicht nur weil Technikausgaben auf beiden Seiten hier ins Gewicht fallen werden, sondern auch um Jamal Alqumsan in Gaza den Rücken freizuhalten sich auf dieses Rechercheprojekt fokussieren zu können.

die Gelder erreichen Jamal “über Umwege direkt” (moneygram, Ägypten, paypal) gast ohne Gebühren oder Risiken anderswo zu landen.

Wer unsere Kollegen in Gaza ebenfalls unterstützen will via paypal sachs-film@web.de. Mehr info gerne unter: 01637829451