Krieg-im-Kopf-Trilogie

Trilogie – Laborreihe – Symposium des

Produktionskollektivs ff-enterprise. fiktion & forschung

„Krieg im Kopf“ heißt das Jahresprojekt des Produktionskollektivs ff-enterprise. fiktion & forschung, bestehend aus Miriam Sachs (FILM RISS THEATER), Wenke Hardt (HARDT ATTACKS) und Ingrun Aran (OKAPI PRODUCTIONS). Alle drei Regisseurinnen arbeiten autonom an drei Projekten zum Thema „Kriegsfolgen und posttraumatisches Syndrom„. ODYSSEUS. KRIEG. ENTZUG. ist der erste Teil dieser Trilogie. Prinzip der Zusammenarbeit ist eine Recherche-Phase, die neun öffentliche Labor-Veranstaltungen beinhaltet. Diese Laborreihe dient der gemeinsamen Vorbereitung in direktem Austausch mit Experten und dem Publikum, der Präsentation von Zwischenergebnissen und dem Sammeln von Material, das wiederum in die Inszenierungen einfließt.

Die drei Premieren finden über das Jahr 2013 verteilt statt. Miriam Sachs beginnt in der Antike (ODYSSEUS.KRIEG.ENTZUG.), Wenke Hardt schließt an mit ODYSSEE 2.0 – IRRFAHRT IM KOPF, einer Adaption von Kurt Vonneguts absurdem Anti-Kriegsroman „Schlachthof 5“, den sie als künstlerische Be- und Verarbeitung einer posttraumatischen Störung begreift. Ingrun Aran vervollständigt die Trilogie mit ihrem sehr persönlichen Projekt FLASHBACK. 2009 – GEFALLEN IM 2. WELTKRIEG. Aran verlinkt die Geschichte ihres Vaters, dessen Kriegstrauma sich nach 64 Jahren, so heftig wie unerwartet Bahn bricht, mit Szenen aus Borcherts „Draußen vor der Tür“.

Das Jahresprojekt „Krieg im Kopf“ findet im Herbst 2013 seinen abschließenden Höhepunkt in der MUMA, dem Kulturkraftwerk an der Köpenicker Straße in Kreuzberg: Im Rahmen eines doku-fiktionalen Symposiums verdichten wir die Ergebnisse aus der Laborphase zu neuen Diskussions- und Cross-Over-Formaten, passen unsere drei Inszenierungen in die rauhe Atmosphäre der facettenreichen Betonarchitektur ein und stellen diese, als „fiktionale Forschungsergebnisse“ wiederum zur Diskussion.

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