Projekt in Vorbereitung

Besetzung Rolle Toni. nach dem Schnitt des Castingmaterials: entschieden für Florenze Schüssler. Das ist etwas weg vom ursprünglichen Rollenprofil “kommt vom Land, spricht mit einem Hauch von bayrisch”. allerdings ging es mir nie wirklich um eine bayrische Toni, sondern darum, dem Kleistpart ein bodenständiges Gegenüber zu geben.

In der Szene experimentierten wir auch mit den Voice-Over-Stellen ((Da casting ohne extra Ton) lösten wir die Voiceover-Stellen mit Kamerablicken. generell komme ich etwas ab vom häufigen Vouice-Over. habe festgestellt, dass es nur funktioniert wenn es durch eine längere V-O-Stelle eingeführt ist und einer klare Subjektive bedarf. ich behalte mir vor, Tonis innere Stimme gegebenenfalls zu verzichten.

weitere erkenntnis des Castings: Kleist ohne abgewetzten Mantel sieht zu propper aus und irgendwie schnieke.

30. Sept. 2026

Die Idee, das Drehbuch für eine spätere Fernsehauswertung bei ARTE einzureichen, wurde vom SR unterstützt, der alleine kein Geld geben kann. Zeitlich stünde das der Festivalbewerbung wahrschienlich im Weg vor allem was das Max Ophüls Festival angeht. Diese hätte für mich vorrang. das Schreiben des SR sei hier trotzdem erwähnt, sozusagen als EMpfehlungsschreriben;

Aktuellste Drehbuchfassung (23.9.26)

Sept. 2026-

Bestätigung des Kleist-Museums Frankfurt Oder: Ausstellung und Filmvorführung wird stattfinden im September 2027. Drei Wochen lang!

Variante der Probe/InsSzenierung der Wahlplakat-Szene: Feldversuch / Improvisation vor anderen Wahlplakaten: https://www.youtube.com/watch?v=NEGiohWRrmA

wie passend zur Wahl in Sachen-Anhalt: Szenen-Entwurf Bild “15” Kleist liest Wahlplakate – “Weiß er überhaupt was eine Wahl ist?”

die Szene wurde probiert (noch ohne Hauptdarstellerin!) um

  1. Materialsicherung: AfD Werbefläche. – – – dies war an dieem Tag nicht mögiich, weil das Plakat am ausgesuchten Motiv unkenntlich gemacht wurde.
  2. Test “Plakat in Postproduktion einfügen”. ich finde prinzipiell gut kein echtes AfD. Plakat genommen zu haben, aber andererseits widerspricht es komolett der Idee, alles zu nehmen, was der Stadtraum bietet. und Trickfilm komplett Tonis Assoziationen vorzubehalten. dieses Priinzip wäre durchbrochen. Lösung wäre grundsätzlich Tonis blick auf das Plakat zu behaupten. dann müsste das Plakat zwar assoziieren “AfD” aber gemalt mit Wachsmalkreide und vielleicht auch einem Rechtschreibfehler. “AdF” statt AfD” – – –
  3. VOICE-OVER: funktioniert der Switch von rechtem alltags-Sprechen und (Tonis) Voice-Over? das wieder holen von dem was Kleist sagt in indirelkter Rede. ich habe festgestellt, dass das VoicelOver nur dann funktioniert wenn es in einer Szene bereits in einer klaren Situation eingeführt wurde. in der probierten Unterwegs-Szene reißt es raus, jedenfalls wenn man es klassisch in entsprechender Tonqualität darüber flüstert und spricht.was mir gefällt ist hier in der Szene: die Dynamik, die durch den Wechsel der verschiedenen sprachebenen entsteht. vor allem das auf die Kamera zugehen und sprechen mit Kamerablick. es funktioniert weil hier Toni vermittelt, was kleist (nuschelnd) gesagt hat.

PS vom September:

Inhaltlich hat sich für mich zugespitzt: die Frage, wie eine Demokratie mit Meinungsfreiheit umgeht – das Dilemma, verfassungswidrige Parolen zu unterbinden und andererseits Meinungsvielfalt zuzulassen. Die Sequenzen werden im Ausstellungsmodus knapper und pointierter.

Muss die AfD-Szene. Bei ersten Tests habe ich gemerkt, wie stark der visuelle Reiz des Wahlplakats ist: Egal, wie durchdacht der Dialog ist, der sich mit dessen Parole auseinandersetzt – das Bild ist immer dominanter. Ich ziehe deshalb eine abstraktere Fake-AfD in Betracht.

Diese Szene ist mir umso wichtiger, da mir aus Frankfurt berichtet wurde, dass die AfD ihrerseits Kleist entdeckt und eindimensional interpretiert. (AfD und BSW stellten einen Antrag des Brandenburgischen Landtags forderten Kleistbriefe zurück, die nach Frankfurt Oder zurückkehren sollen und zwar ins kleistmuseum. (das Kleistmuseum will das nicht mal, da es. die Briefe sowieso als Leihgabe bekäme und Eigentun und Besitz nicht für nötig hält, um so mehr aber die eigene Entscheidung über kuratorische Konzepte. es geht hier wohl eher um Profilierung und um eine Inbesitznahme, die Kleist auf einen nationalistischen Dichter reduziert – eine Lesart, die bereits im Dritten Reich aus seinem Werk herausgepickt wurde. Gerade hier eignet sich Kleist für die Auseinandersetzung mit seinem komplexen Ringen um Wahrheit.

Umso mehr wird es um Lesarten gehen: um den feinen Unterschied zwischen Interpretation, Adaption und Vereinnahmung.

2. Sep. 2026, Antrag gestellt für Stipendium bildende Kunst. Es ist im Falle der Föederung nicht anrechenbar als Drittmittel, aber kommt unter anderem der Arbeit an der Trickfilm-Collage zu Gute.

27. Juli 2026 MATERIALSICHERUNG “Waglwerbung” Probe, Motivsuche. Entscheidung, das im Film vorkommende AfD-Plakat doch digital herzustellen.

TEST VISUALS “Kloster-Ruine

Test: Ruine + visuals: https://youtu.be/Y6W8BYL__lg

zerscherbter Himmel in Kloster-Ruine
“Leipzoger Lechen, verdorben”…

DREHORT “Hinter der Hedwigskathedrale”

Recherche, aufgenommen mit privater Kamera (Lumix) 3.7. und Kameratests Ende Juni mit sony fx6. /Video auch zur Sponsorensuche (Kleist Gesellschaft)

ehem. AUsgabeort Abendblätter
U Bahn HausvogteiPlatz